Der Unterschied zwischen Verkehrswert, Beleihungswert und Sachwert
Hier mehr zu den Bewertungsarten erfahren
Wer eine Immobilie bewerten lässt, stößt schnell auf unterschiedliche Begriffe. Besonders häufig fallen Verkehrswert, Beleihungswert und Sachwert. Alle drei haben ihre Bedeutung – doch sie dienen unterschiedlichen Zwecken.
Verkehrswert
Der Verkehrswert ist der Preis, der im gewöhnlichen Geschäftsverkehr zu erzielen wäre. Er orientiert sich am aktuellen Immobilienmarkt und berücksichtigt Lage, Zustand, Ausstattung und Nachfrage. Für den Verkauf ist dieser Wert maßgeblich.
Beleihungswert
Der Beleihungswert wird vor allem von Banken genutzt, um die Höhe eines Kredits festzulegen. Er ist in der Regel konservativer als der Verkehrswert, da er langfristige Wertstabilität berücksichtigt und Sicherheit für den Kreditgeber bietet.
Sachwert
Der Sachwert ermittelt sich aus den Wiederbeschaffungskosten für das Gebäude zuzüglich Bodenwert, abzüglich Alterswertminderung. Er spielt vor allem bei Spezialimmobilien eine Rolle.
Unterschiede in der Praxis
- Für Verkäufer: Der Verkehrswert ist entscheidend, um den optimalen Verkaufspreis festzulegen.
- Für Käufer mit Finanzierung: Der Beleihungswert beeinflusst die Kredithöhe.
- Für Gutachten: Der Sachwert kann wichtig sein, wenn Vergleichsdaten fehlen.
Fazit:
Je nach Zielsetzung ist ein anderer Wert relevant. Ein Makler kann den Verkehrswert optimal einschätzen und damit die beste Grundlage für den Verkauf schaffen.
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